Die grüne Oase erleben

Die Bislicher möchten gemeinsam mit der Stadt Wesel den Tourismus im Einklang mit der Natur ankurbeln. Dafür ist ein regelmäßiger Stammtisch angedacht 

Wesel. Bislich lockt als grüne Oase am Rhein viele Menschen an, die sich in der Natur erholen möchten. Der befestigte Deich und die zahlreichen Radwege laden zu idyllischen Erlebnisstunden ein. Auch das Museum Bislich und das Schloss Diersfordt sind attraktive Reiseziele. Doch das Dorf am Deich möchte mehr, nämlich den Tourismus weiter ausbauen.

Im Café Landluft diskutierten mehrere Bislicher auf Einladung des CDU-Ortsverbandes mit Thomas Brocker, Geschäftsführer von „WeselMarketing“ über das Thema „Tourismus in Bislich - Ausblick und Chancen für die Dorfentwicklung“. Die Region bietet laut Brocker schließlich jede Menge Entwicklungspotenzial. Und so trugen Mitglieder des Heimat- und Bürgervereins, Gastronomen, der Hobby-Archäologe Peter Bruns oder auch der Diersfordter Schlossherr Axel Beichert ihre Anregungen vor. Einig waren sich alle vor allem in einem Punkt: Sie wünschen sich eine bessere Kommunikation und eine gezielte Unterstützung der Stadt Wesel, um Tourismusprojekte im Einklang mit der Natur zu realisieren. 

Ein großes Anliegen ist, die Touristen mit einheitlichen Wegweisern und Informationstafeln auf die schönsten Pfade, Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte hinzuweisen. Gerd-Heinz Hakvoort, Chef des Heimat- und Bürgervereins Bislich, will noch mehr Anreize schaffen: „Wir möchten durchfahrenden Touristen gelegentlich einen Blick aufs Wasser bieten.“ Dabei betonte er, dass der Naturschutz stets berücksichtigt werde. 

Touristen, die nach Bislich kommen, wollen ein vielfältiges Angebot genießen. „Einige Gäste möchten hier entspannen, andere fragen mich nach aktiven Freizeitmöglichkeiten“, so Landwirt und CDU-Mitglied Volker Dingebauer, der zwei stationäre Hausboote auf dem Diersfordter Waldsee vermietet. 

Wesel verstehe sich, so Brocker, als „Grüne Stadt“ mit vielen Radfahrern. Im Tourismus könne sie nicht mit Xanten konkurrieren, möchte aber das Ausgangziel für die Reise am Niederrhein sein. 2016 nutzten fast 60 000 Passagiere die Fähre, 2017 fährt sie auch während des Xantener Weihnachtsmarkts am Samstag, 2. Dezember, und Sonntag, 10. Dezember. Außerdem sieht Peter Bruns, Vereinsgründer von Zeitsprünge, museales Potenzial: „Ein Freilichtmuseum in Bislich könnte spannend sein.“ Weitere Themen waren die fehlenden Parkplätze, um die Gastronomen kämpfen, eine Aussichtsplattform und erweiterte geführte Storchentouren. Dingebauer schlug am Ende einen regelmäßigen Stammtisch vor: Um gemeinsam den Tourismus in Bislich voranzutreiben

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