Gregorianische Gesänge zum 25.

Pro Musica Bislich feiert sein Jubiläum mit einem ganz besonderen Konzertsonntag in der St. Johannes-Kirche. Leitgedanke des Abends: Pilgerschaft als Lebensweg

WEISSENFELS, Markus

Die St. Johannes-Kirche ist Austragungsort der Pro Musica-Konzerte.  archivFoto:

Wesel. 25 Jahre sind eine lange Zeit, ein Vierteljahrhundert immerhin. So lange gibt es im Dorf am Deich, in Bislich, schon die Konzertsonntage von Pro Musica. Zum Jubiläum am kommenden Sonntag, 5. November, erklingt erneut Musik. Um 17 Uhr gastiert in der St. Johannes-Kirche das Ensemble Vox Werdensis unter dem Leitgedanken „Peregrinatio Vitae - Pilgerschaft als Lebensweg“. Unter der Leitung von Stefan Klöckner bietet die Formation gregorianische Gesänge und mehrstimmige Kompositionen.

Gründer Karl-Heinz Zumkley

Ein Blick zurück: Die Gruppe Pro Musica Bislich wurde von dem 2010 verstorbenen Bislicher Galeristen Karl-Heinz Zumkley als eigenständige Gruppe innerhalb des Heimatvereins Bislich im März 1992 gegründet. Ziel der Initiatoren war es damals, von Mai bis Dezember jeweils am ersten Sonntag im Monat, musikinteressierten Menschen den Besuch eines klassischen Konzertes am Spätnachmittag zu ermöglichen.

Neben der kulturellen Förderung des ländlichen Raumes um das Dorf Bislich sollte ein Schwerpunkt darin liegen, jungen Künstlern, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen, eine Möglichkeit zu geben, sich mit ihrem Repertoire vorzustellen und zu profilieren.

Und so gab es zahlreiche Höhepunkte im Rahmen der Reihe. Es bestanden Kontakte zur Hogeschool voor Kunsten Arnhem-Enschede, zum 15-jährigen Bestehen wurde ein Festkonzert des niederrheinischen Kammerchors unter Leitung von Professor Stefan Görg aufgeführt und im September 2017 gastierte das niederländische Vokalensemble Exicon.

Ab 2013 wurde wegen des zeitgleich am ersten Wochenende im Mai stattfindenden Schützenfestes die Reihe auf sieben Konzerte von Juni bis Dezember reduziert. Renate Droste und Lydia Greef haben die Aufgabe der Sprecherinnen übernommen. Weitere Mitglieder sind Dorothee Boland, Rosi Klemm, Mathilde Wikker, Gaby Kock, Hedwig Hemmers, Werner Reichardt, Klaus Droste und Winfried Greef.

Am nächsten Sonntag erklingen dann Gesänge des frühen und hohen Mittelalters, etwa von Philippus Cancelarius (Philipp der Kanzler, ca. 1160-1236). Die Mitglieder von „Vox Werdensis“ sind Stefan Kaminski, Patrick Kampf, Nikos Konstantelias, Robin Liebwerth, Stefan Oberle, Lukas Piel und Dominik Schneider, Flöten/Quinterne. Die Leitung hat der 1958 geborene Stefan Klöckner. Er studierte Musik (Gesang/Gesangspädagogik) an der Folkwang Hochschule Essen.

Folkwang Universität der Künste

Hinzu kommt ein Studium der katholischen Theologie und der Musikwissenschaft in Wien, Münster und in Tübingen. Im Jahr 1991 folgte die Promotion zum Dr. theol. Von 1992 bis 1999 war Klöckner Leiter des Amtes für Kirchenmusik (Diözesanmusikdirektor) des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Seit 1999 ist er Professor an der Folkwang Universität der Künste (Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Gregorianik und Geschichte der Kirchenmusik). Die Liste der weiteren Ämter und Erfolge ist sehr lang.

Ursprung und eintritt

Das Ensemble Vox Werdensis ging aus der Schola der Folkwang Universität der Künste hervor und hat sich unter Leitung von Gründer Stefan Klöckner zu einem profilierten Interpreten des Gregorianischen Chorals und mittelalterlicher Musik entwickelt. Der Eintritt beträgt 15 Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen die Hälfte.

 

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