Frühlingsgefühle in Bislich

Der jährliche Kunsthandwerkermarkt lockte wieder zahlreiche Besucher ins Dorf am Rhein. 26 Aussteller sorgten mit kreativen Ideen für Osterstimmung

Von Christian Thieme, Foto: Gerd Hermann

Die ersten Blüten, geboten bei strahlendem Wetter, zaubern ein Lächeln auf die Gesichter.

Wesel. Der Frühlingsmarkt in Bislich ist über die Jahrzehnte zu einer festen Institution geworden. Immer fünf Wochen vor Ostern öffnet der Markt seine Pforten, um die neue Jahreszeit einklingen zu lassen. Jedes Jahr finden etwa 2000 Besucher den Weg ins Heimatmuseum, um den ersten Frühlingsflair zu spüren.

Dabei können die Gäste den Besuch direkt mit einem informativen Bummel durch das Museum verknüpfen und so den Niederrhein hautnah erleben. Seit mittlerweile 32 Jahren gibt es den Markt schon in Bislich. Angefangen hat alles mal als Ostermarkt, bei dem sich alles rund ums Ei drehte. Mittlerweile hat sich das Spektrum erweitert, heute kommen alle Frühlingsfreunde auf ihre Kosten.

Vier Frauen aus dem Heimatverein organisieren das regelmäßige Event. Silke Terlinden, Dorothee Dingebauer, Claudia Michelbrink und Christiane Roggendorf sorgen dafür, dass sich die Besucher rundum wohlfühlen. „Wir haben dieses Jahr 26 Aussteller im Heimatmuseum“, berichtet Terlinden lächelnd. „Hinzugekommen sind diesmal vier neue Stände. Wir haben immer einen festen Stamm an Ausstellern, die regelmäßig kommen. Es melden sich auch immer wieder neue Bewerber, die einen Platz bei uns ergattern möchten“. Die Umsetzung des Markts wäre alleine aber nicht möglich. Viele weitere Helfer aus dem Dorf sorgen mit Kuchenspenden oder einer helfenden Hand beim Auf- und Abbau dafür, dass alles perfekt abläuft.

Die kreative Auswahl im Museum ist groß. „Hier auf dem Markt zeigen wir beispielsweise Floristik, wir haben auch eine Ausstellerin die Porzellangeschirr und -deko selber herstellt. Eine Dame stellt aus altem Leinen Wohnaccessoires her. Auch kreative Ideen rund ums Ei werden weiterhin hier gezeigt sowie auch Malerei, Schmuck oder Holzdrechselarbeiten“, berichtet Terlinden.

Feine Schreibgeräte

Norbert Angenendt stellt in Bislich schon seit drei Jahren handgedrechselte Schreibgeräte und mehr, aus edlen und hochwertigen Hölzern aus. „Ich mache das jetzt etwa schon fünf Jahre als Hobby“, erzählt der Büdericher. Die Leidenschaft für Holz hat Angenendt schon in seiner Jugend entdeckt. „Ich habe immer gerne mit Holz gearbeitet. Vor etwa sechs Jahren habe ich dann gemeinsam mit meiner Frau einen Drechselkurs besucht. Mir hat es so viel Spaß gemacht, dass ich dabeigeblieben bin. Mir gefällt daran, dass ich Dinge machen kann, die man tagtäglich braucht“, sagt Angenendt. Insbesondere hochwertige Schreibgeräte haben es dem Büdericher angetan, und er gibt sein Fachwissen gerne an die Besucher weiter. „Ich bin seit drei Jahren hier auf dem Frühlingsmarkt und freue mich immer mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und über meine Leidenschaft zu erzählen. Die Atmosphäre hier ist einfach schön“.

Vielfalt ist ein wichtiges Kriterium für den die Auswahl der Aussteller. „Wir schauen immer, dass jeder Stand nur einmal vertreten ist, damit die Besucher Abwechslung erfahren“, so Terlinden. „Viele der Händler kommen dabei aus der direkten Umgebung von Wesel“. Zwei Termine organisiert das Team um Silke Terlinden jedes Jahr. „Am dritten Oktoberwochenende findet dann auch wieder unser Herbstmarkt hier statt“.

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