Neues Storchennest in Bislich ist bewohnt

Damit brüten aktuell bereits vier Paare im Deichdorf – beliebte Storchenroute 

Wesel. Der Heimat- und Bürgerverein Bislich hat im vergangenen Jahr mit der Unterstützung der Kiesfirma Holemans ein neues Storchennest aufgestellt.

Der Standortort befindet sich direkt am Rheindeich, von Haffen-Mehr kommend Richtung Bislich in der Ortslage Ronduit (vor der Rheinverladung). Dieses Nest ist seit einer Woche von einem neuen Storchenpaar besetzt, meldet Kornel Schmitz, stellvertretender Vorsitzender des Vereins. „Man kann jetzt wirklich von einem Storchendorf sprechen, denn in vier Storchennestern wird zurzeit gebrütet.“ 

Bewohnt sind derzeit die Nester Ronduit, Kirchenwoy, Hubertushäuschen und Forellenstübchen. Frei sind (noch) die Nester am Drögenkamp, Fährhaus, Marwick, Ellerdonksee und Clostermann. Die Storchenroute, die alle Nester miteinander verbindet, ist 14 Kilometer lang und zieht immer mehr Tagestouristen in das Deichdorf. Im Nest „Kirchenwoy“ gibt es derzeit bereits drei Eier. Wer dieses Storchenpaar beobachten möchte: Auf der Homepage des Heimat- und Bürgervereins ist eine Webcam freigeschaltet, die Einblicke in das Leben der schönen Vögel erlaubt, zu finden unter www.bislich.de. 

Drama um das erste Ei 

Dass das Brutgeschäft nicht immer einfach ist, konnte Interessierte in den vergangen Tagen im Netz verfolgen: Das erste Ei des Paares hatte für Diskussionsstoff gesorgt. Es stand Wasser im Nest – Störche sammeln zum Bau auch Plastikmüll. Das Weibchen hatte ihr Ei deshalb ins Wasser gelegt, es aber bald darauf in Richtung Rand ins Trockene geschoben. Nun drücken die Storchenfreunde die Daumen, dass kein Schaden entstanden ist und ein Jungstorch schlüpfen kann. sz 
 

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